Joan Costa reflektiert über die ungewisse Zukunft des Lebens

Joan Costa reflektiert über die ungewisse Zukunft des Lebens

AUSSTELLUNG IN DER TORRE DE CANYAMEL

Der Bildhauer macht die Gegensätze zwischen Wasser und Feuer, Leben und Zerstörung zum zentralen Thema seiner Ausstellung.

 

Etwa fünfzehn Werke – darunter zwei Installationen, Skulpturen und Gemälde – sind bis zum 31. Oktober zu sehen.

 

Der historische Turm von Canyamel hat seine Türen für das neueste Ausstellungsprojekt von Joan Costa geöffnet: Man weiß es nie. Kuratiert von ABA ART, regt die Ausstellung zum Nachdenken über die ungewisse und unbekannte Zukunft von Gaia, der Mutter Erde, an – die ständig unter den Handlungen des Menschen leidet. Diese Reflexion findet im Dialog mit einem symbolträchtigen Ort statt: dem Wehrturm aus dem 13. Jahrhundert, einst uneinnehmbares Refugium und jahrhundertelanger Schutz der Bevölkerung.

 

Vor dem Turm erhebt sich eines von Costas neuesten Werken: ein Baobab-Baum aus weißem Carrara-Marmor, über drei Meter hoch. Gleich nach dem Betreten lädt Costa die Besucher in einen Blauen Wald ein – einen traumähnlichen Raum aus 400 an der Decke hängenden, intensiv blau gefärbten Oleaster-Ästen. Dieses Blau zieht sich durch weitere Marmorskulpturen und Leinwandgemälde der Ausstellung.

 

Im ersten Stock erwartet die Besucher eine weitere beeindruckende Installation: ein weißer Harztropfen, der beim Aufprall konzentrische Kreise auf einem mit blau gefärbtem Salz bedeckten Boden bildet. Wasser – erneut als essentielle Quelle des Lebens dargestellt – steht dabei im Kontrast zum Schwarz verkohlter Baumstämme, die in Gemälden unterschiedlicher Formate sowie in einer Skulptur eines verkohlten Zypressen-Baobabs verarbeitet wurden.

 

Costa präsentiert eine kraftvolle Gegenüberstellung von Leben und Zerstörung – aus tiefem Respekt vor der Natur, die das Leben schenkt und zugleich durch menschliches Handeln bedroht ist. Ein eindringlicher Aufruf zur Versöhnung zwischen Mensch und Natur und ein Zeichen für das Engagement des Künstlers gegenüber den natürlichen Kräften, die das Leben erhalten, das Gleichgewicht regulieren und den Planeten mit Sauerstoff versorgen.

 

Die Ausstellung kann in der Torre de Canyamel – Straße von Artà nach Canyamel, km 5 – von Dienstag bis Samstag von 10 bis 14 Uhr und von 18 bis 21 Uhr sowie sonntags von 10 bis 14 Uhr besucht werden. Weitere Informationen erhalten Sie unter info@torredecanyamel.com oder telefonisch unter 971 84 11 34.

 

Bilder von Uma Peirano und Maryía Lewicka

 

Züruck